Mundhygiene, Parodontitis und Bleaching:
Warum gesunde Zahnzwischenräume der Schlüssel für schöne Zähne sind
Gute Mundhygiene ist heute für die meisten Menschen einfach erreichbar, wenn die richtigen Gewohnheiten sitzen. Im Podcast ZurichDental sprechen Dr. Jakob Müller und Dentalhygienikerin Xhansu Zeka darüber, warum Zahnzwischenräume, professionelle Zahnreinigung, Parodontitis-Vorsorge und Bleaching enger zusammenhängen, als viele denken.
„Oral health means the health of the mouth. No matter what your age, oral health is vital to general health and well-being.“
Michael Glick, David M. Williams, D. V. Kleinman, M. Vujicic, R. G. Watt & R. J. Weyant (2016)
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDer häufigste Fehler bei der Mundhygiene liegt zwischen den Zähnen
Zähneputzen allein reicht nicht aus, denn ein grosser Teil der Entzündungen beginnt in den Interdentalräumen. Xhansu Zeka bringt es im Podcast auf den Punkt: Rund 80 Prozent vergessen genau diese Stellen. Dort sammeln sich bakterielle Beläge, die mit der normalen Zahnbürste kaum erreichbar sind. Deshalb gehören Zahnseide oder Interdentalbürstchen zur täglichen Mundhygiene dazu, am besten einmal täglich am Abend. Entscheidend ist nicht das teuerste Produkt, sondern die regelmässige mechanische Reinigung mit der passenden Technik.
Zahnfleischbluten ist kein Normalzustand
Viele Menschen hören mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen auf, sobald das Zahnfleisch blutet. Doch genau das ist meist der falsche Weg. Zahnfleischbluten deutet in vielen Fällen nicht auf eine Verletzung hin, sondern auf eine Gingivitis, also eine Zahnfleischentzündung durch Bakterien. Wer die Zahnzwischenräume konsequent reinigt, merkt häufig nach 7 bis 14 Tagen eine deutliche Verbesserung. Bleibt das Bluten bestehen, können Zahnstein oder tiefere Entzündungen dahinterstecken. Dann ist eine Kontrolle beim Zahnarzt sinnvoll.
Professionelle Zahnreinigung entfernt, was zu Hause nicht weggeht
Zahnstein lässt sich zu Hause nicht zuverlässig entfernen. Die beste Strategie ist, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen. Ist er einmal da, schafft eine professionelle Zahnreinigung wieder klare Verhältnisse. In der Prophylaxe werden Befunde erhoben, Zahnfleisch und Beläge beurteilt, Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes oder Medikamente berücksichtigt und die Zähne mit Handinstrumenten, Ultraschall und Airflow gereinigt. Der grosse Vorteil: Nach der Dentalhygiene startet man wieder bei null. Wer dann am selben Abend mit guter Zahnzwischenraumpflege weitermacht, kann sich am Ergebnis deutlich länger erfreuen.
Zahnseide oder Interdentalbürstchen: Hauptsache täglich und richtig
Ob Zahnseide gewachst, ungewachst oder fluoridiert sein sollte, hängt vom Mund und von den eigenen Vorlieben ab. Die beste Zahnseide ist die, die man wirklich benutzt. Bei kariesaktiven Patientinnen und Patienten kann fluoridierte Zahnseide sinnvoll sein, weil Fluorid direkt in die Zahnzwischenräume gelangt. Wichtig ist, beide Zahnflächen im Zwischenraum zu reinigen, nicht nur einmal kurz hindurchzugehen. Die Zahnbürste reinigt die sichtbaren Flächen, die eigentliche Problemzone bleibt aber oft der Raum dazwischen.
Parodontitis gefährdet nicht nur die Zähne
Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats. Sie entsteht, wenn Bakterien unter das Zahnfleisch gelangen, Zahnfleischtaschen bilden und Knochen sowie Haltefasern angreifen. Die Folge können lockere Zähne und Zahnverlust sein. Besonders eindrücklich ist diese Aussage aus dem Podcast: Wer eine Parodontitis hat, hat ein etwa 7x höheres Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Denn über entzündete Zahnfleischtaschen können Bakterien und Entzündungsstoffe in den Körper gelangen. Deshalb ist die Parodontitis-Behandlung immer auch ein Beitrag zur allgemeinen Gesundheit.
Bei Parodontitis zählt die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Patient
Eine systematische Parodontal-Therapie beginnt mit genauer Befundaufnahme: Zahnfleischtaschen werden gemessen, Röntgenbilder beurteilt, Knochenabbau dokumentiert und die Mundhygiene analysiert. Danach folgen professionelle Reinigung, Mundhygieneinstruktion und bei Bedarf ein sogenanntes Deep Scaling unter Betäubung. Dabei werden harte und weiche Beläge unter dem Zahnfleisch entfernt. Ebenso wichtig ist der Teil zu Hause: tägliche Interdentalpflege, Rauchstopp oder zumindest Rauchreduktion, gutes Diabetes Management und regelmässige Recalls. Ohne die Mitarbeit im Alltag bleibt der Erfolg oft auf halber Strecke liegen
Bleaching funktioniert am besten mit gesunden Zähnen und sauberem Zahnfleisch
Zahnaufhellung, ob Home Bleaching mit individuellen Schienen oder Power Bleaching in der Praxis, basiert auf Wasserstoffperoxid. Es spaltet Farbmoleküle im Zahnschmelz auf, ohne die Zahnsubstanz zu schädigen. Vor einem Bleaching sollten Zähne und Zahnfleisch jedoch gesund sein. Karies, Zahnfleischentzündungen, alte Frontzahnfüllungen oder Kronen müssen vorher beurteilt werden, weil Füllungen und Keramik nicht heller werden. Nach dem Bleaching gilt für ein bis zwei Tage: helle Lebensmittel, keine stark färbenden Getränke wie Rotwein, Kaffee oder Tee. Wer empfindliche Zähne hat, ist oft mit Home Bleaching besser beraten, weil es sanfter dosiert und zeitlich flexibler ist.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenVereinbaren Sie hier Ihren Termin für eine kurze unverbindliche Gratisberatung:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen