Wieso gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch so wichtig ist

Mundgesundheit

Mundhygiene Tipps & Tricks

Warum regelmässige Zahnkontrollen und professionelle Zahnreinigung Ihre Gesundheit schützen

Eine optimale Mundgesundheit ist weit mehr als nur eine Frage der Ästhetik. Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre haben eindrucksvoll belegt, dass gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch einen fundamentalen Einfluss auf unsere Allgemeingesundheit haben. Als Ihre Zahnarztpraxis im Herzen Zürichs möchten wir Ihnen in diesem Newsletter die wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse vermitteln und aufzeigen, warum die regelmässige zahnärztliche Kontrolle und professionelle Zahnreinigung zu den wertvollsten Investitionen in Ihre Gesundheit gehören.
Die moderne Zahnmedizin versteht den Mundraum heute als Tor zum gesamten Körper. Entzündungen und bakterielle Infektionen im Mund bleiben nicht isoliert, sondern können über die Blutbahn systemische Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Diese Erkenntnisse unterstreichen die zentrale Bedeutung präventiver Massnahmen für Ihre langfristige Gesundheit.

Die wissenschaftliche Grundlage: Mundgesundheit als Schlüssel zur Gesamtgesundheit

Der Zusammenhang zwischen Mund- und Körpergesundheit ist in der medizinischen Forschung bestens dokumentiert. Die Mundhöhle beherbergt ein komplexes Ökosystem aus über 700 verschiedenen Bakterienarten. Während viele davon für die Verdauung und den Schutz vor Krankheitserregern nützlich sind, können pathogene Bakterien bei unzureichender Mundhygiene zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen.
Bakterielle Zahnbeläge, auch Biofilm genannt, bilden sich kontinuierlich auf den Zahnoberflächen. Wenn diese Beläge nicht regelmässig und gründlich entfernt werden, kommt es zunächst zu einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Bleibt diese unbehandelt, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln – eine chronische Entzündung des gesamten Zahnhalteapparats. Diese Entzündungen haben weitreichende Konsequenzen, die weit über den Mundraum hinausgehen.
Besonders bemerkenswert ist, dass Bakterien aus entzündeten Zahnfleischtaschen über kleinste Verletzungen in die Blutbahn gelangen können. Diese sogenannte Bakteriämie tritt besonders häufig beim Kauen, Zähneputzen oder bei zahnärztlichen Eingriffen auf. Über das Blutgefässsystem können die Bakterien dann verschiedene Organe erreichen und dort Entzündungsreaktionen auslösen.

Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Ein unterschätztes Risiko

Die Verbindung zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehört zu den am besten untersuchten Zusammenhängen in der medizinischen Forschung. Bereits 1989 wiesen finnische Forscher nach, dass Patienten mit akutem Herzinfarkt oder Schlaganfall einen signifikant schlechteren Mundhygienestatus aufwiesen als gesunde Vergleichsgruppen.
Eine wegweisende Langzeitstudie mit 1147 Teilnehmern über 18 Jahre lieferte eindeutige Ergebnisse: Eine stark ausgeprägte Parodontitis steigert das Risiko für eine koronare Herzkrankheit um den Faktor 1,5. Bei tödlichen Herzerkrankungen erhöht sich das Risiko auf das 1,9-fache und beim Schlaganfall sogar auf das 2,8-fache. Die schwedische PAROKRANK-Kohortenstudie bestätigte diese Ergebnisse: Personen mit Parodontitis hatten ein um 49 Prozent höheres Risiko, innerhalb der nächsten sechs Jahre einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.
Die Bundeszahnärztekammer und der Bundesverband der Niedergelassenen Kardiologen haben 2025 eine Kooperation gestartet, um stärker über diese Zusammenhänge aufzuklären. Dr. Romy Ermler, Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer, betont: „Parodontitis, eine Entzündung des Zahnhalteapparats, ist eine sogenannte stille Krankheit, die anfangs symptomlos verläuft und damit im Verborgenen sehr viel Unheil anrichten kann”.
Die Mechanismen hinter diesem Zusammenhang sind gut erforscht. Zum einen können orale Bakterienarten direkt in den Blutkreislauf gelangen und zur Entwicklung von Arteriosklerose beitragen. Eine Studie aus dem Jahr 2020 zeigte, dass die bei Parodontitis vorkommenden Bakterienarten auch Faktoren für die Entstehung von Arteriosklerose sind, wenn sie in den Blutkreislauf gelangen. Zum anderen führt die Parodontitis zu erhöhten Entzündungsmediatoren im gesamten Körper, die das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen können.

Als Ihre Zahnarztpraxis empfehlen wir Ihnen:


• Mindestens einmal jährlich zur zahnärztlichen
Kontrolle – auch ohne Beschwerden

• Regelmässige professionelle Zahnreinigung im
Abstand von zwölf Monaten für optimalen Schutz
vor Karies und Parodontitis (bei Bedarf 2x pro Jahr)

• Konsequente häusliche Mundhygiene mit
zweimaligem täglichem Zähneputzen, Verwendung
von fluoridhaltiger Zahnpasta und täglicher
Reinigung der Zahnzwischenräume

• Zahngesunde Ernährung mit reduziertem
Zuckerkonsum

• Besondere Aufmerksamkeit bei Risikofaktoren wie
Diabetes, Schwangerschaft, Rauchen oder aber
auch sportlicher Aktivität

Zentral am Bahnhofplatz Zürich –
alles unter einem Dach.

Diabetes und Parodontitis

Eine bidirektionale Beziehung
Der Zusammenhang zwischen Diabetes mellitus und Parodontitis ist bidirektional – das heisst, beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig. Diabetiker haben ein dreifach höheres Risiko, an Parodontitis zu erkranken als Menschen ohne Diabetes. Gleichzeitig erschwert eine unbehandelte Parodontitis die Blutzuckerkontrolle und kann die Diabetes-Symptome verschlimmern.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine unbehandelte Parodontitis den HbA1c-Wert – einen wichtigen Indikator für die Blutzuckerkontrolle – negativ beeinflussen kann. Diabetiker mit schwerer Parodontitis haben zudem ein bis zu 8,5-fach erhöhtes Risiko für Nierenerkrankungen. Diese Erkenntnisse sind besonders relevant, da fast 1 Million Menschen in der Schweiz an einer schweren Parodontalerkrankung leiden.
Die gute Nachricht: Eine erfolgreiche Parodontitistherapie kann die glykämische Einstellung bei Diabetikern verbessern. Zahlreiche Studien belegen, dass durch eine effektive Parodontitisbehandlung der Blutzuckerspiegel von parodontal erkrankten Diabetikern, insbesondere bei Typ-2-Diabetes, positiv beeinflusst werden kann. Gut eingestellte Diabetiker sprechen ähnlich gut auf eine Parodontitistherapie an wie Menschen ohne Diabetes.

Schwangerschaft und Mundgesundheit - Schutz für Mutter und Kind

Für werdende Mütter ist eine optimale Mundgesundheit von besonderer Bedeutung. Entzündungen und Infektionen gehören zu den häufigsten Gründen für ungünstige Schwangerschaftsverläufe wie Frühgeburten oder vermindertes Geburtsgewicht. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Frauen mit Parodontitis ein signifikant erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen haben.
Die Forschungsergebnisse sind beeindruckend: Studien von Offenbacher und Mitarbeitern konnten zeigen, dass eine Parodontitis das Risiko für eine Frühgeburt um das 7,5-fache erhöhen kann. Eine Meta-Analyse ergab, dass schwangere Frauen mit parodontaler Erkrankung ein 4,3-fach höheres Risiko für eine Frühgeburt und ein 5,3-fach höheres Risiko für ein untergewichtiges Frühgeborenes aufweisen im Vergleich zu Patientinnen mit gesundem Parodont.
Die Mechanismen sind vielfältig: Zum einen können Bakterien aus der Mundhöhle über die Blutbahn den Fötus und die Plazenta erreichen, zum anderen führen die im entzündeten Gewebe produzierten Botenstoffe zu systemischen Entzündungsreaktionen, die den Schwangerschaftsverlauf beeinträchtigen können. Zusätzlich ist das Risiko für eine Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) bei Frauen mit Parodontitis deutlich erhöht. Studien zeigen Odds-Ratios von 4,33 bis sogar 19,8 für das Auftreten einer Präeklampsie bei Vorliegen einer Parodontitis.

Weitere systemische Erkrankungen und Mundgesundheit

Die Liste der mit Parodontitis assoziierten Erkrankungen ist beeindruckend und umfasst alle vier grossen Volkskrankheiten: Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen und Krebs. Darüber hinaus bestehen Zusammenhänge mit rheumatoider Arthritis, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) und sogar psychischen Erkrankungen wie Depressionen.
Bei Atemwegserkrankungen können eingeatmete Bakterien aus der Mundhöhle die Atemwege infizieren und Erkrankungen wie Lungenentzündungen verschlimmern. Ein Zusammenhang zwischen unzureichender Mundgesundheit und der Entwicklung einer COPD wurde ebenfalls festgestellt. Die chronische Entzündung belastet zudem das Immunsystem dauerhaft, sodass der Körper kaum noch Energie für die Bekämpfung anderer Erreger hat.
Auch die Verbindung zwischen Mundgesundheit und psychischer Gesundheit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Zahnwurzelentzündungen können durch systemische Entzündungsprozesse die menschliche Psyche beeinflussen, sodass Betroffene depressiv werden können. Bakterien können den Stoffwechsel des Gehirns angreifen und so die Gefühlslage steuern

Mundgesundheit und sportliche Leistungsfähigkeit

Ein überraschender, aber wissenschaftlich gut belegter Zusammenhang besteht zwischen Mundgesundheit und sportlicher Leistungsfähigkeit. Untersuchungen während der Olympischen Spiele 2012 in London zeigten, dass Zahnschmerzen das zweithäufigste Problem waren, weshalb Athleten ärztliche Hilfe in Anspruch nahmen. Bei 18 Prozent der Betroffenen hatten die Zahnprobleme leistungsmindernde Effekte.
Studien belegen, dass Sportler ein höheres Risiko für Karies, Erosionen im Zahnschmelz sowie Zahnfleischentzündungen haben. Bei einer Untersuchung von 300 Athleten während der Olympischen Spiele wurde bei 55 Prozent Karies festgestellt, bei 45 Prozent Zahnerosionen. Die Gründe sind vielfältig: Sportlernahrung enthält häufig viel Zucker als schnellen Energielieferant, und isotonische Getränke enthalten zahnschädigende Säuren. Zudem führt intensives Training zu verstärkter Mundatmung, was die Speichelproduktion reduziert und Bakterien ideale Vermehrungsbedingungen bietet.

Eine koreanische Langzeitstudie mit über 160.000 Probanden zeigte beeindruckende Ergebnisse: Häufiges Zähneputzen und regelmässige professionelle Zahnreinigung senken das Risiko für Vorhofflimmern um 10 Prozent und für Herzinsuffizienz um 12 Prozent. Diese Erkenntnisse unterstreichen, dass gute Mundhygiene nicht nur Mundgesundheit fördert, sondern aktiv zur Prävention systemischer Erkrankungen beiträgt.
Zahninfektionen und -entzündungen können das Immunsystem schwächen und die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Zudem kann eine Parodontitis durch chronische Entzündungsprozesse die Atemwegseffektivität reduzieren. Ein gesundes Gebiss ist daher für Sportler – ob im Leistungs- oder Freizeitsport – essentiell für optimale Performance.

Die zentrale Rolle der professionellen Zahnreinigung

Die Dentalhygiene (professionelle Zahnreinigung) ist ein elementarer Bestandteil eines Gesamtkonzepts zur Vermeidung von Karies und Parodontitis. Auch die gewissenhafteste häusliche Mundhygiene kommt nicht gegen alle hartnäckigen bakteriellen Zahnbeläge an – die Hauptverursacher von Karies und Parodontitis.
Die Dentalhygiene geht weit über die Belagentfernung im Rahmen der üblichen Kontrolluntersuchung hinaus. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass diese professionelle Zahnreinigung im Abstand von sechs bis zwölf Monaten die ideale Ergänzung zum gründlichen Putzen ist.
Der Ablauf einer professionellen Zahnreinigung umfasst mehrere Schritte: Zunächst erfolgt eine gründliche Untersuchung von Zähnen und Zahnfleisch. Anschliessend werden weiche Beläge und Zahnstein von den Zähnen entfernt, auch an schwer zugänglichen Stellen in den Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand. Die Zähne werden durch eine Politur geglättet, was Bakterien erschwert, sich auf den Zähnen anzusiedeln. Abschliessend wird ein fluoridhaltiger Schutzfilm aufgetragen, der zusätzlich vor Karies schützt.

Regelmässige zahnärztliche Kontrollen: Früherkennung rettet Zähne

Die regelmässige zahnärztliche Kontrolluntersuchung ist unverzichtbar für langfristige Zahngesundheit. Experten empfehlen Erwachsenen einmal jährlich eine Kontrolle durchzuführen – auch wenn keine Beschwerden vorliegen.
Der Grund ist einfach: Viele Zahnerkrankungen verlaufen im Anfangsstadium symptomlos. Kleine kariöse Stellen in den Zahnzwischenräumen, die noch keine Beschwerden bereiten, können nur durch zahnärztliche Untersuchung und Röntgenbilder erkannt werden. Auch eine sich schleichend entwickelnde Parodontitis kann so frühzeitig entdeckt werden. Wenn die ersten Beschwerden auftreten, sind die Erkrankungen oftmals schon weit fortgeschritten und nur mit grossem Aufwand zu behandeln.
Bei der Kontrolluntersuchung werden nicht nur Zähne und Zahnfleisch sorgfältig überprüft, sondern auch der Zustand der Mundschleimhaut und der Zunge. 
Personen mit erhöhtem Risiko für Zahnkrankheiten – wie Diabetiker, Raucher oder Menschen, die bereits Erfahrungen mit Zahnfleischerkrankungen oder Karies gemacht haben – benötigen unter Umständen häufigere Besuche in der Praxis. Auch während der Schwangerschaft sind häufigere Kontrollen sinnvoll.

Tipps und Tricks für optimale Mundgesundheit im Alltag

Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich für mindestens zwei bis drei Minuten – morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Dies ist das absolute Minimum für eine gute Mundgesundheit. Besonders wichtig ist das gründliche Zähneputzen am Abend, da nachts die Speichelproduktion stark heruntergefahren wird und damit der natürliche Schutz gegen Bakterien fehlt.
Die richtige Putztechnik ist entscheidend: Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste und üben Sie beim Putzen nur wenig Druck aus. Zu starker Druck kann das Zahnfleisch verletzen und den Zahnschmelz abnutzen. Setzen Sie die Bürste im 45-Grad-Winkel an, sodass sie halb auf dem Zahnfleisch, halb auf den Zähnen liegt. Die modifizierte Bass-Technik empfiehlt kleine, rüttelnde Bewegungen, gefolgt von Auswischbewegungen zur Kaufläche hin. Putzen Sie idealerweise vor dem Genuss von stark säurehaltigen Mahlzeiten oder Getränken die Zähne, um diese besser vor dem Säureangriff zu schützen. Alternativ können Sie eine fluoridhaltige Mundspüllösung verwenden.
Spülen Sie nach dem Zähneputzen den Mund nicht aus, um die kariesabwehrende Wirkung des Fluorids nicht wegzuspülen

Fluorid ist das beste Mittel für die Kariesvorsorge. Es härtet den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen Säuren und Bakterien. Zahnärzte und Fachgesellschaften weltweit empfehlen die Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta. Studien zeigen, dass fluoridhaltige Zahnpasta das Kariesrisiko um bis zu 40 Prozent reduzieren kann.
Für Erwachsene wird eine Zahnpasta mit 1000 bis 1500 ppm (parts per million) Fluorid empfohlen. Der Fluoridgehalt steht auf der Zahnpastapackung. Eine Überdosierung durch normale Verwendung von Zahnpasta ist praktisch ausgeschlossen – ein Erwachsener müsste den Inhalt von mehr als 30 Zahncremetuben zu sich nehmen, um in eine gefährliche Situation zu geraten. Bei empfindlichen Zähnen empfehlen wir Sensitive-Zahnpasten wie Elmex Sensitive professionel (Repair & Prevent).

Die Reinigung der Zahnzwischenräume ist mindestens genauso wichtig wie das Zähneputzen selbst. Etwa 40 Prozent der Zahnoberflächen befinden sich zwischen den Zähnen – Bereiche, die eine Zahnbürste nicht erreichen kann. Hier sammeln sich besonders leicht Speisereste, Bakterien und Plaque an, was das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen deutlich erhöht.
Für die Reinigung der Zahnzwischenräume stehen zwei Hauptoptionen zur Verfügung: Zahnseide und Interdentalbürsten. Die Wahl hängt von der Grösse Ihrer Zahnzwischenräume ab. Bei sehr engen Zahnzwischenräumen, vor allem im Frontzahnbereich, ist Zahnseide die beste Wahl, da selbst die kleinsten Interdentalbürsten dort nicht passen. Bei grösseren Zwischenräumen, insbesondere zwischen den Backenzähnen, sind Interdentalbürsten effektiver. Sie füllen den gesamten Interdentalraum aus und säubern auch Vertiefungen und Rillen, die Zahnseide nicht erreicht.
Die Anwendung sollte idealerweise einmal täglich erfolgen, am besten abends vor dem Zähneputzen. Die Schweizerische Zahnärztegesellschaft (SSO) empfiehlt entweder die Kombination von Interdentalbürsten und Zahnseide oder ausschliesslich Interdentalbürsten – Zahnseide alleine reinigt jedoch nicht ausreichend.

Ja, auf der Zunge befinden sich sehr viele Bakterien und Abbauprodukte.
Säubern Sie Ihre Zunge deswegen regelmässig mit einem Zungenreiniger – es gibt Zungenschaber und Zungenbürsten. Die Zungenreinigung entfernt Bakterien, die sich auf der Zungenoberfläche ansammeln, und kann effektiv Mundgeruch vorbeugen. Einmal täglich ist ausreichend.

Zucker ist der grösste Feind der Zähne. Die Bakterien im Mund wandeln Zucker in Säuren um, die den Zahnschmelz angreifen und Karies verursachen. Wichtig ist dabei nicht nur die Menge des konsumierten Zuckers, sondern auch die Häufigkeit. Lieber einmal am Tag den Heisshunger auf Süsses stillen als den ganzen Tag über immer wieder naschen.
Achten Sie auf versteckte Zucker in Lebensmitteln wie Müsli, Fruchtjoghurt, Ketchup, Fertigsaucen oder Fruchtsäften. Auch Produkte, die mit «zuckerfrei» oder «ohne Zuckerzusatz» gekennzeichnet sind, können Karies fördern, wenn sie Glukose, Fruktose, Laktose oder Maltose enthalten.
Für die Zahngesundheit förderlich sind harte, frische und wenig süsse Lebensmittel. Hartes Gemüse wie Karotten oder Kohlrabi kann dazu beitragen, Plaque und Zahnbelag zu entfernen. Frische Lebensmittel wie Salate und Rohkost fördern durch das Kauen die Speichelproduktion, was dazu beiträgt, Bakterien im Mund zu neutralisieren. Käse und andere Milchprodukte enthalten Kalzium, das den Zahnschmelz stärkt, und führen dem Zahnschmelz herausgelöste Mineralien wieder zu.

Wechseln Sie regelmässig Ihre Zahnbürste oder den Kopf Ihrer elektrischen Bürste aus. Wir empfehlen einen Wechsel spätestens alle drei Monate oder früher, wenn die Borsten abgenutzt sind.

Rauchen schadet massiv der Mundgesundheit. Nikotin verschlechtert die Durchblutung des Zahnfleisches, wodurch es anfälliger für Parodontitis wird. Bei dauerhaften Entzündungen geht das Zahnfleisch zurück, und die Stabilität der Zähne kann verloren gehen. Raucher haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Zahnverlust durch Parodontitis.

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